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FREIBURGER ORCHESTERGESELLSCHAFT
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"Man muss den Spagat finden" Die Freiburger Orchestergesellschaft, eine Laienformation, feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Über das 70-köpfige Orchester, dessen Arbeit und Ziele sprach Johannes Adam mit dem Dirigenten und Violinpädagogen Martin Rupp (48), der Musik und Geschichte am Freiburger Goethe-Gymnasium unterrichtet. BZ: Herr Rupp, wo sieht der Dirigent sein Orchester in der Orchesterlandschaft? Martin Rupp: Wir sind ein Laienorchester und grenzen uns dadurch ein bisschen von den studentischen Orchestern ab, dass wir das ganze Altersspektrum repräsentieren. Von 15-Jährigen bis zu 80-Jährigen spielen bei uns alle Altersgruppen mit. Das ist ein besonderer Reiz. BZ: Aufgabe Ihres Orchesters ist es,. . . Rupp: . . . mit begeisterten Laien begeisternde Konzerte zu geben. Es ist schön, dass sich da alle wiederfinden. Natürlich spielen wir in erster Linie für uns, aber auch für unser Publikum. BZ: Welche Berufe sind vertreten? Rupp: Ärzte, Lehrer. Auch Physiker haben wir einige... BZ: Gehören auch Musikprofis dazu? Rupp: Im tiefen Blech müssen wir bisweilen Leute dazunehmen. Wir brauchen natürlich Solisten. Entweder junge, hochbegabte Leute. Oder auch aus dem SWR-Orchester und den Philharmonikern. BZ: Sind Ihre Musiker alles Freiburger? Rupp: 95 Prozent kommen aus Freiburg und Umgebung. Wir sind wirklich eine Freiburger Orchestergesellschaft. BZ: Nachwuchssorgen gibt es keine? Rupp: Wir freuen uns immer über Nachwuchs, gerade auch von jüngerer Seite. Im Moment sind wir ganz gut besetzt. BZ: Ein Liebhaberorchester — sind da Zugeständnisse an die Qualität nötig? Rupp: Bei der Literatur schaue ich immer darauf, dass wir auch an die Grenzen gehen. Man muss die Leute fordern, und sie müssen merken, dass sich die Anstrengung und das Üben lohnen. Man darf aber nicht überfordern. Es ist ganz wichtig, da den Spagat zu finden. Wir spielen anspruchsvolle Werke bis hin zu Sinfonien von Brahms und Tschaikowsky. BZ: Welches Ziel verfolgen Sie bei der Probenarbeit? Rupp: Wir wollen eine gültige Wiedergabe der Werke erreichen. Klar, es spielt ein Laienorchester. Aber das Publikum soll die Musik genießen können. BZ: Ihr Repertoire reicht von Bach bis zur klassischen Moderne. Hat das Orchester ein Mitspracherecht bei der Werkwahl? Rupp: Das Repertoire wird zum Teil auf Vorschläge aus dem Orchester festgelegt. Da bin schon ich derjenige, der gemeinsam mit dem Konzertmeister und dem Vorstand dies aussucht und beschließt. BZ: Wie finanziert sich das Orchester? Rupp: Durch die Eintrittsgelder der Konzerte und durch Beiträge der Mitspieler. Auch durch Gönner und Sponsoren, von denen wir nie genug haben können. BZ: Beim Jubiläumskonzert bieten Sie Schumann. Weil der auch Jubiläum hat? Rupp: Wir wollten schon lange mal eine Schumann-Sinfonie machen. Da dachten wir: Bei unserem Jubiläumskonzert spielen wir allein Musik dieses Jubilars. Jubiläumskonzert der Freiburger Orchestergesellschaft: Samstag, 20. März, 19 Uhr, im Bürgerhaus Seepark.
Martin Rupp leitet die Orchester-Gesellschaft
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