|
FREIBURGER ORCHESTERGESELLSCHAFT
|
|
Ein weites Spektrum an Stimmungen Die Freiburger Orchestergesellschaft gastierte im Denzlinger Kultur- und Bürgerhaus DENZLINGEN. Vor fast genau einem Jahr gastierte die Freiburger
Orchestergesellschaft mit einem Trompetenkonzert im Bürgerhaus in Denzlingen. Am
vergangenen Sonntag stellte das Laienorchester mit dem Brahms-Violinkonzert in
Denzlingen ein neu erarbeitetes Programm vor. Neben dem Solokonzert waren die
Hebriden-Ouvertüre von Mendelssohn-Bartholdy und die 8. Symphonie von Beethoven
aufgenommen. Michael Dinnebier, der Solist des Brahms-Violinkonzertes, bestach durch eine schöne, energische Klangfarbe. Er gestaltete den anspruchsvollen Part mit unprätentiöser Virtuosität, durchweg konsequent nah am Orchester und in intensiver Kommunikation mit dem Dirigenten. Klanglich ausgezeichnet und intensiv im Ausdruck faszinierten Oboe und Geige mit dem Hauptthema des zweiten Satzes, das in seiner durchsichtigen Instrumentation von sich aus besticht. Die Zuhörer erlebten eine weite Skala der romantischen Gefühle, in diesem Violinkonzert und in dieser Wiedergabe beispielhaft in Töne gesetzt. In der Zugabe, einem Satz aus einer Bach-Partita, zeigte sich Dinnebier frei im interpretatorischen Gestalten, seine fast fahle Tongebung verlieh dem Satz ungewöhnliche Intensität. Man nehme Musikbegeisterte, einen professionellen, motivierenden Leiter, anspruchsvolle Werke und ein gehöriges Maß an Begeisterungsfähigkeit, Durchhaltevermögen und Einsatzwillen. Wenn aus dieser Mischung derart erfreuliche Konzerte entstehen, in denen sich die Liebe zur Musik mitteilt, dann gilt der Applaus des vollen Hauses ohne Einschränkungen allen Beteiligten! Hildegard Karger, Badische Zeitung vom 27. April 2012, Ausgabe Emmendingen
Ein meisterliches Zusammenspiel Die Freiburger Orchestergesellschaft und der Violinist Michael
Dinnebier
Die Freiburger Orchestergesellschaft mit ihrem Dirigenten Martin Rupp (rechts
unten) bei ihrem ETTENHEIM. Von 1993 bis 1998 war Martin Rupp Lehrer am Städtischen Gymnasium. Gern kommt Rupp, der mittlerweile Direktor am Freiburger Droste-Hülshoff Gymnasium ist, gelegentlich nach Ettenheim zurück, weil er "sehr schöne Erinnerungen daran" hat. Als Dirigent der Freiburger Orchester-gesellschaft hat er am vergangenen Samstag mit seinem Ensemble ein Konzert in der Aula des Gymnasiums gegeben. Für das Publikum war es ein Hörgenuss, am Schluss gab es minutenlangen Applaus und Jubelrufe. Das Laienorchester, in dem von der 15-jährigen Schülerin bis zum langjährigen
Pensionär alle Altersklassen vertreten sind, hatte für die Liebhaber klassischer
Musik ein anspruchsvolles Programm vorbereitet. Unterstützung erhielt das
Ensemble von einem professionellen Musiker, Michael Dinnebier an der Violine. Er
ist unter anderem Preisträger des Mendelssohn-Wettbewerbs und des
Charles-Hennen-Concours, seine musikalische Vita reicht vom ersten Geiger im
Luzerner Sinfonieorchester über das SWR-Sinfinieorchester bis hin zum Musiker im
Ibert Trio und im Bertold Quartett. Michael Dinnebier begeisterte das Publikum
im letzten Teil des Konzerts bei einem Violinkonzert von Brahms, Applaus gab es
vor allem für das meisterhafte Zusammenspiel mit dem Orchester und seiner
herausragenden Leistung als Solist. Ganz anders war die achte Sinfonie in F-Dur op. 93 von Ludwig van Beethoven. Schwungvolle Passagen wechselten sich mit einem scheinbaren Ende ab, gingen über zu verschiedenen Einlagen mit einem Wechsel in Tempo und Rhythmik. Das Ende schien einige Male zum Hören nah, man war versucht zu klatschen – doch plötzlich griffen die Bläser das Thema wieder auf. Die Stilrichtungen wechselten von einem Duett zwischen Violinen und Bässen, einem nicht immer harmonischen Zwiegespräch von Streichern und Bläsern und Tönen, die an einen Ländler erinnerten, bis hin zu einem lang gezogenen Ende. "Wir hoffen heute nur mit einem Dirigenten auszukommen", hatte Martin Rupp humorvoll ins Programmheft geschrieben; damit erinnerte er an die Uraufführung im Februar 1814, als der Kapellmeister den Kommandostab von Dirigent und Komponist Beethoven übernahm, um die Uraufführung der achten Sinfonie zu retten. Das Können von Dirigent, Orchester und Solist war beim Violinkonzert D-Dur op. 77 von Johannes Brahms gefordert, vor allem beim Zusammenspiel zwischen Orchester und Solist. Das Stück enthält anspruchsvolle Passagen. Für Martin Dinnebier war es insofern ein ausgesprochen schwieriges Stück in Sachen nuanciertes Zusammenspielen, in dem sich beide und natürlich der Dirigent als Meister ihrer Fächer erwiesen. In dem lyrisch-sinfonischen Gebilde des ersten Satzes wogten die Parts zwischen Orchester und Solist hin und her, das Ende mit dem zweiten Thema wirkte dramatisch. Fast schmachtend war der zweite Satz, in dem das Ensemble mit die Aussage über Brahms als "Sänger der Sehnsucht" bestätigte. Im dritten Satz wechselten sich einzelne Instrumentengruppen miteinander ab. Mal gab der Solist den Ton an und das Orchester folgte, dann war es wieder umgekehrt. Aus seiner Ettenheimer Zeit hat Martin Rupp noch sehr gute Kontakte zu Lehrer- und Musikkollegen, wie zum Beispiel Eberhard Gleichauf, der das Konzert organisierte. Gemeinsam mit Martin Rupp hat er in der Vergangenheit an anderen Projekten mitgearbeitet, erst im vergangenen Jahr hatten Rupp und der Schüler-Eltern-Lehrer Chor des Gymnasiums das Mozart-Requiem in Freiburg und Ringsheim aufgeführt. Mit dem SEL-Chor ist auch ein wieder ein weiteres Projekt geplant, über Thema und Zeit wollten beide allerdings noch nichts sagen. Irene Bär, Badische Zeitung, Ausgabe Ettenheim vom 24. April 2012
Grandiose Leistung des Laienchors Der sel-Chor des Städtischen Gymnasiums Ettenheim führt in der Ringsheimer Kirche das anspruchsvolle "Requiem" von Mozart auf. RINGSHEIM/ETTENHEIM. Der Schüler-Eltern-Lehrer-Chor (sel-Chor)
des Städtischen Gymnasiums Ettenheim unter der Leitung von Eberhard Gleichauf
und die Freiburger Orchestergesellschaft unter der Leitung von Martin Rupp haben
sich ein Jahr lang einem sehr anspruchsvollen Werk angenommen: dem "Requiem" von
Wolfgang Amadeus Mozart. Am vergangenen Sonntag hatte diese Bearbeitung in der
Ringsheimer Kirche Premiere.
Danach verließen ein paar Musiker zunächst das Orchester. Nicht etwa weil sie keine Lust mehr hatten, sondern weil Mozart für sein Requiem keine Querflöten und Oboen vorgesehen hatte, weil von ihnen für eine Totenmesse zu viel Fröhlichkeit ausgehe. Martin Rupp dirigierte das Mozart-Requiem, während Eberhard Gleichauf als Basssolist agierte. Der Tenorsolopart wurde von Jörg Golombek gesungen. Eine herausragende Idee hatte Gleichauf mit der Besetzung der Sopran- und Alt-Soli. Jeweils fünf junge Sängerinnen brillierten mit einer erstaunlichen Sicherheit aus einem Guss und ließen sich auch durch die sehr starke Nähe zu den Zuhörern in den vorderen Besucherbänken nicht irritieren. Der musikalischen Ausbildung junger Stimmen am Städtischen Gymnasium durch Gleichauf ist es zu verdanken, dass dieses Wagnis ein großer Erfolg wurde. Den Sopran-Solopart sangen Cara Graefe, Jasmin Nopper, Rebecca Kromer, Leanna Muth und Annika Stumpp. Das Altsolo war mit Nathalie Brucker, Elizabeth Marple, Bouchra Moosmann, Gabriele Schillinger, Laura Weber, Christine Rieder (Tuba mirum) besetzt. Die Solistinnen wechselten immer wieder in den Chor zurück, wenn sie keine Solopartien hatten. Der Chor hatte während des ganzen Stückes keinerlei Zweifel aufkommen lassen, dass er schwierige Chorliteratur beherrscht. Ein Jahr lang dauerte die Vorbereitung, erklärte Gleichauf. Besondere Herausforderung stellen die sogenannten Fugen, beginnend im "Kyrie" mit der Doppelfuge, dar. Sie hat in der Kirchenmusik eine lange Tradition als strengste kontrapunktische Form. Die Doppelfuge bei Mozarts Requiem ist deshalb schwierig, weil sie aus zwei verschiedenen, nebeneinander laufenden Themen besteht. Im "Dies irae" (Tag des Zorns bis hin zum jüngsten Gericht) hält sich Mozart mit starken Bildern zurück und endet sogar – anders als bei Verdi – mit der Vergebungsbitte. Alle Teile dieses Werkes haben den Anspruch gehört und interpretiert zu werden. Das "Benedictus" (Gesegnet sei, der da kommt im Namen des Herrn) ist in seinem Gestus der Tradition verpflichtet. Nach und nach setzen die Solisten ein, der Satz ist immer wieder imitatorisch gehalten, fängt sich aber immer wieder in homophonen Abschnitten. Im Anschluss ertönte im Chor das "Hosanna", die gleiche Fuge wie im "Sanctus". Das Lux aeterna" (Ewiges Licht leuchte ihnen) als Schlusssequenz des Mozart-Requiems, gleicht Note für Note dem "Intrioitus" am Anfang. Vom Chor wurde mit der Fuge "cum sanctis in aeternum" noch einmal ganze Präsenz und Konzentration gefordert. Wie das "Kyrie" ist auch hier der Schluss ein leerer Akkord und das Requiem endet in perfekter Konsonanz. Sekundenlang verharren Orchester, Chor und Kirchenbesucher in angespannter Ruhe, die Schwingungen und Emotionen sind nachhaltig und brechen sich aber danach Bahn, als Dirigent Martin Rupp den Taktstock langsam nach unten sinken lässt. Eberhard Gleichauf ist erleichtert und gleichermaßen stolz auf seinen außergewöhnlich starken Laienchor mit den jungen Talenten. Lang anhaltender Applaus belohnt die Aufführung. Adelbert Mutz, Badische Zeitung vom 22.11.2011, BZ-Ausgabe Ortenau
Klasse – die hörbare Freude an klassischen Klassikern Freiburger Orchestergesellschaft mit Tobias Bockstahler im Kultur- und Bürgerhaus. DENZLINGEN. Es sprach für die Anziehungskraft der Freiburger
Orchestergesellschaft, dass der Saal des Kultur- und Bürgerhauses so gut besetzt
war. Und sicher auch für die Erwartungen an den jungen Solisten Tobias
Bockstahler aus Emmendingen, dessen Namen zusammen mit der seines Vaters in der
Regio für handwerklich meisterhafte Trompetenmusik steht. Die Laienformation
setzte mit diesem Konzert einen Anspruch an sich selbst mit erfreulichem
Ergebnis um. Mozarts Ouvertüre zu dem Singspiel "Der Schauspieldirektor" erwies sich ein
weiteres Mal optimal für den Einstieg in ein symphonisches Konzert. Heiter und
klangschön, in den Instrumentengruppen gut austariert kam es daher und nahm die
Zuhörer mit in eine Atmosphäre, die durch das Haydn-Trompetenkonzert und die
Beethoven-Symphonie klangliche und interpretatorische Steigerungen erfuhr. Hildegard Karig, Badische Zeitung, Ausgabe Emmendingen vom 31. März 2011
Hochgenuss mit Chopin und Dvorak Freiburger Orchestergesellschaft gastierte im Denzlinger Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen (hg). Am vergangenen Sonntagabend gab die Freiburger Orchestergesellschaft unter der Leitung von Martin Rupp im Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen ein hervorragendes Konzert. Zur Aufführung kamen Werke von Frédéric Chopin, nämlich das 1. Klavierkonzert e-moll op. 11, und die 6. Symphonie D-dur op. 60 von Antonin Dvorak. Als Solistin wurde an diesem Abend Elina Lucke vom begeisterten Publikum gefeiert, die den virtuosen Klavierpart im Chopin-Konzert spielte. Die Freiburger Orchestergesellschaft war im Denzlinger Kultur- und Bürgerhaus nicht zum ersten Mal zu hören, zumal sich der große Saal hervorragend als Konzertsaal eignet und die Musiker/innen des Orchesters aus Städten und Gemeinden rund um Freiburg und natürlich aus der Breisgaumetropole selbst kommen. Für den Dirigenten Martin Rupp, der dieses Orchester seit 2003 dirigiert, war es insofern noch ein nachträgliches „Heimspiel", als er in den 90-er Jahren Dirigent des Denzlinger Concordia-Männerchores und Gründer des Pop- und Jazzchores war.Höhepunkt des Abends, der zweifelsohne ein paar Besucher mehr verdient gehabt hätte, war wie angekündigt das Klavierkonzert von Chopin. In diesem Werk ist in der Tat alles zu hören, was für Chopin typisch ist: leidenschaftliche Ausbrüche, zarte und melancholische Melodien, Eleganz und höchste Virtuosität. Die junge griechische Pianistin Elina Lucke verstand es dabei in Perfektion, ihre Zuhörer in Bann zu ziehen und zugleich ihren dominierenden Klavierpart in das gesamte philharmonische Orchester einzuordnen, wahrlich eine ideale Interpretin für dieses romantische Konzert. Elina Lucke studierte außer in Griechenland an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf und danach in Freiburg. Während der Konzertpause wurde der bereits vielfach gelobte Bösendorfer-Flügel, der zum Inventar des Denzlinger Kultur- und Bürgerhauses gehört, in seinen Raum hinter der Bühne geschafft, um den Zuschauerblick frei zu machen für das Ensemble, das auch im zweiten Teil des Konzertabends bei der 6. Sinfonie von Dvorak begeisterte, ein Werk voller Einfallsreichtum mit folkloristischen Elementen im fröhlichen, unbeschwerten Tonfall und frischer, naiver Sinnlichkeit. Insgesamt spielen gegenwärtig in der Freiburger Orchestergesellschaft etwa 70 Streicher und Bläser aller Alters- und Berufsgruppen aus Freiburg und Umgebung mit. Mit Martin Rupp als bewährten Dirigenten und dem 1. Vorsitzenden der Orchestergesellschaft, Karl-Heinz Ruder, der zugleich als Hornist mitwirkt, zeigt sich das stattliche Ensemble in seinem 50. Jubiläumsjahr in optimaler Verfassung und in fast allen Stimmgruppen gut besetzt. Allein der Streicherkörper zählt über 50 Personen, alle Holzbläser und einige Blechbläser gehören fest zum Orchester. Über ein bis drei weitere Blechbläser als regelmäßige Probenbesucher und Mitspieler, vor allem bei den Hörnern, würde man sich allerdings freuen, wie dem Programmheft zum Konzertabend zu entnehmen war. WZO (Wochenzeitungen am Oberrhein) „Von Haus zu Haus“, Ausgabe Denzlingen, Oktober 2010
Weiche Harmonien umgarnen Zuhörer Freiburger Orchestergesellschaft gratuliert Robert Schumann zum 200. Geburtstag / Beachtliche Leistung Von Siegfried Kouba Furtwangen. 50 Jahre existiert die Freiburger Orchestergesellschaft, Grund für das Ensemble unter Leitung von Martin Rupp, zum 200. Geburtstag Robert Schumanns zu gratulieren. So geschehen am Sonntagabend auf Einladung des Kulturkreises. Gewürzt mit Zitaten des Komponisten und des Dirigenten Leopold Stokowski begrüßte Bürgermeister Josef Herdner Gäste und Orchestermitglieder. Er dankte dem Kulturkreis für die Veranstaltung. Besonders gespannt durfte man auf das eher selten aufgeführte Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester in F-Dur gewesen sein, ein Schumannscher Einfall für das seinerzeit aufkommende Ventilhorn. Zwei Forteakkorde leiten das Stück ein, die Hörner eröffnen ein heiteres Thema, das im Orchester aufgenommen wird. Schwere Staccati und hohe Stellen mussten bewältigt werden, bis die Romanze schwelgend, sehnsuchtsvoll, kantabel erklingt und weiche Harmonien den Zuhörer umgarnen. Attacca folgt der Schlusssatz als Jägerfreude, die in einer munteren Stretta einmündete. Mit welch qualitätsvollen Hornisten man es zu tun hatte, bewies die Zugabe, eine Bearbeitung eines gefühlvollen Klavierstücks, ein Abendständchen, das Peter Bromig, Olivier Darbellay, Jörg Dusemund und Daniel Lienhard geradezu hinhauchten. »The lamp must be replenish'd, but even then it will not burn so long as I must watch« - so beginnt Lord Byrons dramatisches Poem »Manfred«. In mehreren Akten und Szenen wird ein Psychogramm menschlicher Höhen und Tiefen entworfen. Schumann setzte dieses in Musik und schon die ersten Schläge deuten die große Dramatik an. Martin Rupp und seinem Orchester gelang eine expressive Wiedergabe, die alle Schattierungen von dynamischen Steigerungen, lieblichen selig-lyrischen Passagen, großen Gefühlen, romantischem Schwelgen, tiefen Seufzern und abgerundeten Abschluss nachvollzog.Von Schumanns Betrübnis ist bei der »Rheinischen« nichts zu spüren. Auch hier bekommen die Hörner (Tutti) als Seele des Orchesters (Wagner) eine besondere Rolle zugewiesen, die immer wieder aufflackert. Schwungvoll lebendig der Kopfsatz, der rheinischen Frohsinn explosiv jubelnd hinaus trägt. Frühling, Natur, Wiese atmete das Scherzo, und griffig wurde das besinnliche Intermezzo geschildert, wobei die gepflegten Holzbläser auffielen. Festlich-religiösen Charakter trug die »Dom-Szene« mit innerer Dramatik, transportiert durch empfindsames Blech. Ausgelassen, bunt, abwechslungsreich, vitalisierend das Finale. Bedenkt man, dass man es nicht mit einem Profi-Orchester zu tun hatte, war die Leistung beachtlich. Man merkte das engagierte Musizieren und das Aufatmen nach der gelungenen Aufführung. Dankbarer Beifall der rund 80 Zuhörer wurde mit einem kleinen »da capo« belohnt. Schwarzwälder Bote vom 16.03.2010
Foto: Kouba Orchester bietet beeindruckendes
Spiel vor leeren Rängen
Furtwangen. Es gibt
sie noch: Die Liebhaberorchester wie die »Freiburger Orchestergesellschaft«, die
am Sonntag in der Festhalle gastierte. Ein in sich gerundeter Auftakt wurde mit der
Ouvertüre zu Webers »Oberon« geboten. Hier war es ebenfalls das Horn, dem eine
zentrale Rolle schon zu Anfang zugedacht war - ein herrliches Thema, auf das die
Streicher »con Sordino« antworteten. Das recht sauber musizierende Orchester
gestaltete eine zauberhafte Erzählung, wobei die Klarinette hochromantische
Stimmung erzeugte und liebliche Bläser in ein mystisches Feenreich entführten.
Siegfried Kouba, Schwarzwälder Bote vom 17. März 2009
Anspruchsvolle Werke finden Anklang Freiburger Orchestergesellschaft konzertiert im Denzlinger Kultur- und Bürgerhaus / Höhepunkt Haydns "Concertante"-Symphonie DENZLINGEN. Beethovens "Coriolan"-Ouvertüre, Haydns Symphonie
Nr. 105 "Concertante", schließlich Brahms' Zweite Symphonie: Das ist für ein
Laienorchester ein anspruchsvolles Konzertprogramm. In der Freiburger
Orchestergesellschaft spielen Musikbegeisterte, die anderen Berufen nachgehen,
in ihrer Freizeit klassische Werke. Dies ist aller Ehren wert und
nachahmenswert. Frank Berno Timm
Ungarische Tänze mit Schweißperlen BREITNAU. Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden sich am Sonntag doch einige musikbegeisterte Zuhörer in der Kultur- und Sporthalle in Breitnau ein, um einem Nachmittagskonzert der Freiburger Orchestergesellschaft zu lauschen. Die gespannten Zuhörer, darunter auch viele kleine Besucher, erlebten ein sehr abwechslungsreiches und schönes Programm. Die 60 Musikerinnen und Musiker eröffneten das Konzert mit der Ouvertüre zu „Salvator Rosa", einer heute gänzlich in Vergessenheit geratenen Oper von Joseph Rastrelli (1799-1842). Während die Sommerhitze trotz geöffneter Türen und Belüftung auch durch die große Halle waberte, gaben die Musikerinnen und Musiker ihr Bestes. Sehr kräftige, klare, sauber und sicher gespielte Klänge entlockte Dirigent Martin Rupp seinem Orchester. Die Ouvertüre, eine Kombination aus italienischer Oper und deutscher Romantik, war mitreißend und verwandelte die Sport- und Kulturhalle gedanklich kurzzeitig in ein Opernhaus – eine ernorme Leistung der Künstler. Im Gegensatz zu einem Profiorchester setzt sich das Orchester der Freiburger Orchestergesellschaft aus Musikern aller Alters- und Berufsgruppen zusammen und bringt so eine andere Voraussetzung mit als Profimusiker, die ihr Instrument studiert haben und ihren Lebensunterhalt mit der Musik verdienen. Das machte auch das Orchester so sympathisch; man fühlte sich als Zuhörer näher verbunden mit den Vortragenden und dadurch auch mit der Musik. Was jedoch nicht bedeutet, dass keine Leistung erbracht wurde, im Gegenteil. Von Anfang bis Ende war es durchgehend ein Genuss, der Freiburger Orchestergesellschaft zuzuhören. Hervorragend interpretierte Querflötistin Mechthild Scheuerbrandt das Flötenkonzert in G-Dur von Carl Stamitz (1745-1801). Die Fachärztin für Augenheilkunde war mehrfach Preisträgerin beim Wettbewerb für „Jugend musiziert" auf Regional- und Landesebene. Als Soloflötistin hat sie mit der Orchestergesellschaft schon zahlreiche Konzerte gestaltet. Stamitz’ Flötenkonzert verlangte große Flexibilität bei schnell wechselnden Tempi und Lautstärken, was sie brillant und sicher meisterte. Sein enormes Können zeigte das Orchester auch im dritten Teil des Konzertes mit drei der bekanntesten ungarischen Tänze von Johannes Brahms (1833-1897). Mitreißend füllten die fröhlichen und vertrauten Melodien den Saal. Dem Dirigenten und den Musikern war trotz Schweißperlen auf der Stirn die Freude am Musizieren deutlich anzumerken. Das Publikum war begeistert, lang anhaltender Applaus erfüllte die Halle. Henrike Barthmes, BZ Hochschwarzwald vom 17.07.07
Russisches Herzblut Vom Publikum bereits herbeigesehnt folgte nun der Höhepunkt des Abends: im roséfarbenen Abendkleid betrat die 16-jährige Solistin Friederike Starkloff die Bühne und wurde von ihrem „Fanclub" enthusiastisch begrüßt. Schon der erste Ton, den sie ihrer Geige, einer Leihgabe der Landessammlung für Instrumente Baden-Württembergs, entlockte, ließ ihr Können erahnen. Es entstand sofort ein unsichtbares Band zwischen dem Dirigenten, dem Ensemble und der Solistin. Das Orchester begleitete zurückhaltend aber nicht verhalten und ließ der jungen Solistin klanglich genug Raum zur Entfaltung; der melancholische Grundtenor des Violinkonzertes von Glasunow spiegelte sich im warmen, fast seufzenden Klang der Solovioline wider. Mit graziler Eleganz und technischer Präzision überzeugte die Geigerin und trat immer wieder in intensive Dialoge mit einzelnen Instrumentengruppen (besonders: Hörner und Harfe) des Ensembles. Nach einer virtuosen Kadenz im zweiten Satz, bei der alle den Atem anhielten, zeigte das Orchester im sofort folgenden dritten Satz, dass ihm der Tanz im Blut liegt. Tosender Applaus und Bravo-Rufe forderten eine Zugabe, welche die Solistin in Form eines „Caprice" von Lupinski gern erfüllte. Der zweite Teil des Abends sollte mit einer
weiteren Komposition Tschaikowskys den Rahmen schließen. Die 1888 entstandene
Sinfonie zeichnet sich durch einen auffällig großen Bläserapparat im Finalsatz
aus, der um Tenor- und Bassposaunen sowie Tuba erweitert ist. Außerdem zeigt
sich im ersten und letzten Satz Tschaikowskys Vorliebe für volksliedhafte
Themengestaltung. Das Orchester unter der Leitung von Martin Rupp konnte hier
mit einer vielschichtigen Dynamik glänzen. Sehr ausgewogen erklang das erste
Thema zwischen Flöten/Fagott und den begleitenden hohen Streichern. Insgesamt
hoben sich die Bläser sehr positiv hervor, sie traten immer wieder mit lebhaften
Einwürfen in den Vordergrund und die Oboe überzeugte mit einer sehr lyrischen
Interpretation des Themas im zweiten Satz. Wieder war es der dritte Satz, bei
dem das Orchester regelrecht aufblühte. Der Tanzcharakter scheint genau die
Spielfreude des Orchesters auszudrücken. Der Finalsatz rundete das Konzert ab:
sehr schön entwickelte sich das Thema des Satzes in den eigenständig
konzertierenden Violinen. Die Energie für die Schlusspassage baute sich hier
schon langsam auf und mit einer fulminanten Steigerung endete der Abend in einem
strahlenden G-Dur. Hörproben aus diesem Konzert sowie ein Videoclip:siehe Downloads
Sänger und Instrumentalisten glänzten:
Ringsheim (mml). Die kath. Pfarrkirche St. Johannes Baptista bot den besten barocken Rahmen für ein gemeinsames Konzert des Ettenheimer SEL-Chores mit dem Ensemble der Freiburger Orchestergesellschaft. Weit mehr als 400 Besucher ließen sich am Sonntag das erstklassige Musikereignis nicht entgehen. Am Vorabend war das Konzert bereits in der Freiburger ev. Friedenskirehe mit, um es vorweg zu nehmen, ebenfalls rauschendem Erfolg aufgeführt worden. Auch in Ringsheim eröffnete das Orchester unter Leitung von
Martin Rupp mit dem „Preludio Sinfonico" von Giacomo Puccini. Der berühmte
italienische Opernkomponist schrieb das außergewöhnliche Stück mit einprägsamer
Melodik, vielen Orchesterfarben und groß angelegten Steigerungen im Alter von 18
Jahren. Es folgte mit „Vier ernsten Gesängen" ein Spätwerk von
Johannes Brahms, orchestriert und von Detlef Glanert mit Vor-, Zwischen- und
Nachspielen versehen. Mit Bassbariton Rainer Pachner trug ein Sänger von hohem
Rang die von Brahms selbst ausgewählten Bibeltexte über Tod, aber auch Liebe,
ausdrucksstark und ohne jeden Makel vor, wie auch das Orchester seinem guten Ruf
ausgezeichnet gerecht wurde.
Mit gedämpfter Fülle schwelgend LAHR. Rund 70 Zuhörer waren zum Konzert des Freiburger Orchestergesellschaft
am Samstagabend in der Konzerthalle Altes Scheffel Lahr gekommen. Es hätten
angesichts des attraktiven Programms und der von Musizierlaune getragenen
Darbietung ruhig ein paar mehr sein können, zumal sich mit Elsa Maria Schindler
eine Solistin aus Lahr präsentierte. Video-Clips
von der Einspielprobe zu diesem Konzert mit Beethovens
Klavierkonzert: Downloads Elsa Maria Schindler brilliert
Lahr. Woran hat es gelegen? An mangelnder Werbung? Am Wetter?
Am Bekanntheitsgrad des Orchesters? Jedenfalls überschritt die Zahl der Zuhörer
die der Musiker nur wenig. Schade. Das Konzert der Freiburger
Orchestergesellschaft in der Konzerthalle „Altes Scheffel" hätte ein volles Haus
verdient gehabt. Alles andere als amateurhaft Im gleichen Alter wie Eva Maria Schindler war Georges Bizet,
als er 1855 in nur einem Monat die Symphonie C-Dur schuf. Erst 60 Jahre nach dem
Tod des Komponisten wurde das Werk in Basel uraufgeführt. Eine musiktheoretische
Werkbetrachtung, wie sie im Programmheft nachzulesen war, ist hier fehl am
Platz. Man muss die Musik hören und sich von ihr berühren lassen. Impulse erhält das Orchester durch die Zusammenarbeit mit namhaften Solisten, wie der Pianist Jacob Leuschner aus Freiburg einer ist. In zahlreichen Konzertsälen Europas und Amerikas hat der Preisträger internationaler Wettbewerbe und ambitionierte Kammermusiker mit Lehrauftrag an der Musikschule Lübeck musiziert. Am Samstag brillierte der 32-Jährige in Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37, das an den Solisten höchste Anforderungen stellt. Aber auch an das Orchester, denn das Frühwerk Beethovens ist nicht allein brillante Virtuosenmusik, sondern erfordert ein spannungsgeladenes Mit- und Gegeneinander von Solist und Orchester, die sich bei der Darbietung am Samstag als gut aufeinander eingespielt zeigten. Der Beifall des Publikums war bei allen Darbietungen lang und herzlich, Jacob Leuschner bedankte sich seinerseits mit einem Solo-Klavierstück als Zugabe. Johann Schmider, Lahrer Zeitung vom 15.05.2006
Freiburger Orchestergesellschaft: Spiellust in Denzlingen Überraschungen im Denzlinger Konzerthaus: Mit fast paganinesker Akrobatik und meisterhaftem Kompositionsverständnis brillieren Michael Dinnebier (Violine) und Arvo Lang (Cello) bei Beethovens Tripelkonzert C-Dur. Angela-Charlott Bieber absolviert den von Beethoven weniger kompliziert gestalteten Klavierpart mit variablem Anschlag und routinierter Virtuosität. Und hinter und über alldem die Freiburger Orchestergesellschaft. Das Laienorchester erspielte das Fundament für die Solisten mit erstaunlicher Sicherheit, bot solides musikalisches Handwerk in der orchestralen Umsetzung. Anders, als im ersten Teil des Konzertes. Da, in Brahms' D-Dur-Serenade, einer konzertant weniger beachteten Arbeit des Komponisten, leistete man Schwerstarbeit. Unter dem vehementen, manchmal den ganzen Körper mit einsetzenden Dirigat Martin Rupps, entstand dennoch ein respektheischendes Musizieren. Trotz manchen Modulationsstresses bleibt dieses Konzert ein herausragendes Dokument - Nachweis für Spiellust, Musizierfreude und Entschlossenheit des bemerkenswerten Laienorchesters. Diebold Maurer, Badische Zeitung vom 17.06.05 Video-Clip
von der Generalprobe zu diesem Konzert mit Beethovens
Tripelkonzert: Downloads Böhmische Spielfreude Hörproben von diesem Konzert: Downloads
Musik, erfrischend wie ein sprudelnder Bergbach Brigachtal
(gig)
Die Liebhaber der klassischen Musik durften sich am Samstagabend in der
St.
Martinskirche über ein herausragendes Konzert der Freiburger
Orchestergesellschaft freuen.
Im Rahmen des Kulturellen Herbst Brigachtal hatten
die rund 35 Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Matthias Killian die
Fantasia für Ogelwalze in der Fassung für neun Bläser von Wolfgang Amadeus
Mozart sowie das Klarinettenkonzert A-Dur einstudiert und mit Franz Schuberts
Symphonie Nr.5 B-Dur verabschiedete sich das Orchester von dem begeisterten
Publikum. Schwung und breiter Klang W. A. Mozarts Sinfonia concertante KV 364
für Violine, Viola und Orchester war vom Dirigenten Achim Plagge betont
musikalisch angelegt worden. Dem Schwung und dem breiten Klang der Freiburger
Orchestergesellschaft fiel gelegentlich die rhythmische Prägnanz zum Opfer.
Zumal kleine Figuren der Soloparts wirkten bisweilen bedrängt. Frei schwingend
und rund dagegen die Kadenzen der überzeugenden Solistinnen. Nicola Birkhan
(Violine) spielte resolut und riskanter
als die eher abwägende und ausgleichende
Katja Püschel (Viola). War der Ensembleklang bei Beethoven brillant, so wird Gabriel Faurés viersätzige Suite "Pélleas et Mélisande" mit weichen und reizvollen Pastellfarben bedacht. Wie sich da die tänzerischen Mittelsätze wiegen, wie die Soli als Farbtupfer eingebettet werden, wie der Schlusssatz zwischen Klagelied und Trauermarsch vermittelt, wie mit Sorgfalt fürs Einzelne und mit Blick fürs Ganze musiziert wird, das verdient großen Respekt. Friedrich W. Doerr
(Badische Zeitung vom 20.5.98) |
|
Home - Konzerte aktuell - Probenplan - Mitglieder - Kritiken - Archiv - Hörproben - Kontakt - Impressum Senden Sie eine E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser
Website an: flor@online.de
|